Ein herbstlicher Kuchen mit Produkten die aus der Region kommen. Weinsäuerliche Äpfel mit geraspelten Karotten und Walnusskernen bilden den Belag auf einem dünnen Dinkelboden.
Auch mit geraspelten Muskatkürbis oder Hokkaido kann man diesen Kuchen belegen.
Für den Kuchenteig:
300 gr. Dinkelmehl
1 Prise Salz
1 Esslöffel Zucker
130 ml Wasser
2 Esslöffel Essig
Mehl in eine Schüssel geben und mit einer Prise Salz vermischen. Wasser und Essig mischen, Zucker darin auflösen und zum Mehl geben. Alles gut vermengen zu einem Teig aber nicht kneten. Im Kühlschrank den Teig 20 Minuten ruhen lassen.
Für den Belag:
3 Boskoop-Äpfel geschält und in 2cm dicke Spalten geschnitten
ca. 600 gr. geraspelte Karotten oder Kürbis
Saft von einer halben Zitrone
Zitronenabrieb von einer halben Zitrone
1 Esslöffel Zucker
60 gr. Walnußkerne
Die Apfelspalten mit dem Zitronensaft und Zitronenabrieb vermengen.
Geraspelte Karotten mit dem Zucker vermengen.
Für den Kuchenguss:
170 ml Sahne
2 Eier
2 Esslöffel Zucker
1/4 Teelöffel Zimt
je eine Messerspitze von Cardamom, Nelke und Ingwer
Sahne mit Gewürzen und Eiern verquirlen.
Backofen auf 240° Grad vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen oder einfetten.
Teig auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche auf die Größe des Backbleches ausrollen. Die Teigdicke sollte ca.3 mm stark sein. Teigplatte auf das vorbereitete Backblech legen und mit einer Gabel gleichmäßig einstechen damit der Teig keine Blasen wirft beim Backen.
Karottenraspel auf dem Teigboden verteilen, Apfelspalten nach belieben darauf verteilen.
10 Minuten im Backofen auf 240° Grad backen.
Blech aus dem Ofen nehmen und mit Walnusskerne bestreuen und die Sahne-Eimasse über den Kuchen verteilen.
Ofen auf 180° Grad herunterdrehen und ca. 20 Minuten fertig backen.
Kuchen aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen, dann in Rechtecke schneiden und servieren.

Die Heilige Hildegard von Bingen bezeichnet den Dinkel als die beste Körnerfrucht, weil er fett, kräftig und milder ist als alle anderen Arten.
"Dem , der ihn ißt, bereitet er ein rechtes Fleisch und rechtes Blut und macht die Sinne des Menschen heiter und froh. Wie er auch immer zu sich genommen wird, er ist bekömmlich in jeder Zubereitung.
- Wenn einer so krank ist, dass er nichts mehr zu sich nehmen kann, dann bereite man ihm eine Speise aus gekochten Dinkelkörnern, zusammen mit Ei, und es wird ihn innerlich heilen wie eine gute Salbe."
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