Montag, 8. Februar 2010

Dinkel - Apfeltraumtorte




Eine Torte mit einem Biskuitt aus Eiern, feinen Dinkelflocken, Dinkelkleie und ein bisschen Zucker.
Die Füllung aus Äpfeln der Region mit etwas Apfelwein gedünstet, mit Kardamom, Zimt und Vanille gewürzt, mit Kartoffelstärke etwas abgebunden.
Mit Sahne, Apfelmasse, Schokolade und eingemachten Preiselbeeren verziert.
Wieder mal ein Kuchen aus der Dinkelmaennchenküche der ganz spontan gebacken wurde mit Zutaten die gerade vorhanden waren.

Sonntag, 7. Februar 2010

Orangentorte mit Dinkelvollkornbiskuitt



Für den Teig:

6 Eiweiß

6 Eigelb

6 Eßlöffel Zucker

125 gr. feines Dinkelvollkornmehl

abrieb einer unbehandelten Orange

Mark einer halben Vanilleschote

Mittwoch, 27. Januar 2010

Kochkurs mit Jugendlichen und junge Erwachsene

Kommenden Freitag ist wieder ein Kochkurs für Jugendliche und junge Erwachsene.
Mit regionalen Zutaten wird ein Menü zubereitet.
Als Vorspeise wird es einen Chinakohl als Salat geben mit einem Kräuterdressing und Apfelwürfel.

Als Hauptspeise wird es Hähnchenbrustfilet im Cornflakesmantel geben, aussen kross gebraten und innen saftig zart.
Dazu gibt es Dinkelnudeln und eine leichte Zitronensauce.

Als Nachspeise einen Crêpe mit etwas Vanilleeis und eingelegten Zwetschgen.

Es sollen einfache Gerichte sein die Jugendliche ansprechen und leicht nachkochen können.
Wenn es zu aufwenig wäre dann würden junge Menschen es nicht nachkochen.
Es soll einfach sein, und es darf auch nicht zu teuer werden für Jugendliche.

Beim letzten Kochkurs haben die Teilnehmer großes Interesse gezeigt an regionalen und saisonalen Lebensmitteln.

Wie schneidet man eine Zwiebel in feine Würfel?
Wie bereite ich eine Salatsauce zu?
Wie mache ich eine Füllung für Ravioli?
Welche Fette oder Öle nehme ich am besten?

Viele Fragen die junge Menschen interessiert und sie wollen es lernen wir müssen ihnen nur die Chance geben und es auch anbieten.
Der Staat hält sich hier leider zurück und die so genannten Ernährungstage in den Schulen ist wirklich nicht das was bei Jugendlichen und Kindern so richtig ankommt.

Haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht: Was kann ich dazu beitragen?

Donnerstag, 14. Januar 2010

Überbackener Chicorée im Schinkenmantel



Chicorée gedünstet mit einem Schinkenmantel ist im Winter ein richtiger Küchenklassiker unter den Liebhabern von diesem Gemüse.
Leider gibt es bei uns immer noch das Vorurteil, Chicorée sei zu bitter deswegen findet er zu wenig Zuspruch in den meisten Küchen.
Dabei ist er doch ein wahrer Genuss.
Auf die selbe Art und Weise lassen sich auch Lauchstangen zubereiten.





Für 4-5 Personen benötigen Sie:

10 kleine Chicorée

2 Esslöffel Zitronensaft

5 große Scheiben gekochten Schinken

30 gr. Butter

1 gehäuften Esslöffel Dinkelmehl Typ 630

300 ml frische Vollmilch

50 ml Sahne

80 gr. Bergkäse, gerieben

Muskatnuss, Salz, Pfeffer, etwas Paprika

Butter für die Auflaufform


Chicorée waschen und mit einem kleinen spitzigen Küchenmesser den Strunk herausschneiden.
Chicorée in einen weiten Topf legen und mit Wasser knapp bedecken. 2 Teelöffel Salz und Zitronensaft zum Wasser geben. Chicorée knapp 10 Minuten leicht köcheln lassen.
Vorsichtig aus dem Kochwasser nehmen und etwas auskühlen lassen, dann mit der Hand etwas ausdrücken damit die Sauce beim Überbacken nicht verwässert.
Schinkenscheiben halbieren und die Chicoréekolben damit umwickeln.
Eine Auflaufform etwas ausbuttern und das umwickelte Gemüse hineinlegen.




Backofen auf 220° Grad vorheizen.
Butter in einer Pfanne schmelzen lassen, Dinkelmehl beifügen und unter Rühren kurz dünsten.
Milch und Sahne mit einem Schneebesen langsam einrühren, etwa 3 Minuten leicht köcheln lassen.
Pfanne von der Kochstelle nehmen, Salz, Pfeffer aus der Mühle, Muskatnuss und eine gute Prise Paprikapulver dazugeben, alles miteinander verrühren.
Geriebenen Käse unter die Masse rühren.
Sauce über den Chicorée gleichmäßig verteilen.
Im Backofen auf der 2 Schiene von unten ca. 15-18 Minuten überbacken.
Dazu passt Reis oder Kartoffelprodukte.

Regionale Produkte für das beste Rezept

Wenn Sie heute in Ihrer Region nach einem Produkt greifen, tun Sie es gezielt, bewusst und aus überzeugung. Aus gutem Grund!
Es ist nicht der Preis und bestimmt auch nicht eine tolle Verpackung, sondern die Qualität die entscheidet.
Es ist die Gewissheit das man bei Regionalen Produkten höchste Qualität erwirbt, eine Qualität die man riecht und schmecken kann.

Sie werden sich bestimmt an gewisse Düfte aus ihren Kindheitstagen erinnern, aus verschiedenster Herkunft. Dabei wird es bei der Oma bestimmt anders geduftet haben als bei der Mutter aus der Küche.
Ich kann mich erinnern an manchen Sommertagen duftete es bei meiner Oma nach Zwetschgenkuchen und frisch gekochter Marmelade.
Bei meiner Mutter duftete es Sonntags öfters nach Sauerbraten und Blaukraut, dieser herrliche Duft zog durchs ganze Haus nach den Gewürzen die sie verwendet hatte.

Von meiner Oma und Mutter hab ich vieles mitbekommen, auch wenn ich viele Dinge anders zubereite.
Es gibt manche Gerichte von denen lässt man nicht ab, man spürt dadurch die Herzenswärme die einem gegeben wurde im Kindesalter.
Einen besonderen Bezug zu unserer Region zu unseren Produkten habe ich von meinem Opa.
Er ging einmal die Woche auf die Felder des Knoblauchslandes und wo er einen Gemüsebauer sah ging er hin und kaufte direkt vom Feld das Gemüse. Das imponierte mir als Kind.

Viele Rezepte sind von Generation zu Generation weitergegeben worden und haben sich immer wieder verändert durch andere Kücheneinflüsse, durch andere Produkte.
Die Vielfalt an Produkten aus unseren Regionen nimmt immer mehr zu, Qualität und Frische vor der Haustüre.

Sollten wir nicht ein bisschen mehr auf unsere Regionen achten?

Montag, 28. Dezember 2009

Rehrücken mit Maronen, Birnenspalten und Preiselbeeren



In der heutigen Zeit beeinflussen wir den Geschmack von Fleisch durch die Massentierhaltung.
Den ursprünglichen Geschmack von Fleisch dagegen bietet das Wildfleisch.
Wild das in seiner natürlichen Umgebung aufwächst hat einen sehr geringen Fettanteil.
Wildfleisch bekommen sie bei einem Jäger oder Förster in ihrer Region.
Mit saisonalen,regionalen Gemüse und Obst lässt sich Wildfleisch ideal Kombinieren.
Wenn Sie Gästen ein Geschmackserlebnis bieten wollen dann servieren Sie doch einmal ein Wildgericht.

Für 4-5 Personen:

  • 800 gr. Rehrücken, ausgelöst
  • Knochen zerkleinert vom ausgelösten Rücken
  • 2 Esslöffel Rapsöl
  • 400 gr. Maronen gekocht und geschält
  • 250 ml Rotwein
  • 50 ml Balsamico
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 2 Esslöffel kalte Butter
  • 2 Esslöffel Tomatenmark
  • 1 Zwiebel in Würfel geschnitten
  • 2 mittelgroße Karotten in Stücke geschnitten
  • 2-3 Zweige Thymian
  • 1 Zweig Rosmarin
  • Salz,Pfeffer aus der Mühle
  • 3 Birnen geschält, halbiert und in Fächer geschnitten
  • 1 Esslöffel Butter
  • 2 Esslöffel Honig
  • 6 Esslöffel eingemachte Preiselbeeren


    Als erstes die Sauce zubereiten. Die zerkleinerten Knochen in einem weiten Topf anbraten. Zwiebel und Karotten zugeben mit anbraten. Tomatenmark zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen.
    Mit Rotwein ablöschen, aufkochen lassen und zur Hälfte einkochen.
    In der Zwischenzeit das Fleisch in einer Pfanne auf allen Seiten 5-6 Minuten anbraten. Fleisch in Aluminiumfolie einwickeln und ruhen lassen, warm halten.
    In die Pfanne die Gemüsebrühe geben mit dem Bratensaft verrühren und beiseite stellen.
    Die Sauce durch einen Sieb geben und die Flüssigkeit in einem Topf auffangen.
    Gemüsebrühe zur Sauce geben Kräuterzweige zufügen und Balsamico. Aufkochen lassen und auf niedriger Stufe einreduzieren.
    1 Esslöffel Butter in eine Pfanne geben, Birnenfächer dazugeben und darin andünsten.
    Honig über die Birnen geben und eine gute Prise Salz. Pfanne von der Kochstelle nehmen und Birnenfächer durchziehen lassen.
    Gekochte Maronen mit etwas Butter in einer Pfanne andünsten.
    Kalte Butter zur Sauce geben und verrühren.
    Auf einer Platte Birnenfächer, Maronen und Preiselbeeren anrichten.
    Fleisch aufschneiden mit auf die Platte legen, etwas Sauce darüber geben.
    Restliche Sauce in einem Töpfchen dazu reichen.
    Dazu passen Rösti, Kroketten oder Herzoginkartoffeln.
  • Sonntag, 20. Dezember 2009

    Heimische Wildfrüchte - Früher Hausapotheke und jetzt ?

    An unseren Waldrändern, Äckern findet man viele Wildgehölze.
    Der Mensch pflegt seit hunderten von Jahren eine enge Beziehung zu den Wildgehölzen wie:
    - Hagebutte
    - Schlehe
    - Sanddorn
    - Holunder

    Der Holunderstrauch wurde früher als Apotheke bezeichnet. Arme Menschen konnten sich keinen Arzt leisten.So wurden die Blüten, Blätter, Beeren und die Rinde verwendet.
    Hagebutten und Schlehen wurden als Ackergrenze genommen. Die Früchte dieser Sträucher wurden zu Saft oder Mus verarbeitet oder auch getrocknet und für Tees verwendet.
    Die heutigen Kulturobstsorten wie Pflaumen oder Kirschen stammen u.a. von der Schlehe ab.
    Der gesundheitliche Wert unserer Wildfrüchte gewinnt wieder immer mehr an Bedeutung.
    Vitamine, Mineralstoffe und Vitalstoffe sind in Wildfrüchten um ein vielfaches höher als in Kulturobstsorten. Ein Saft aus Hagebutte oder Sanddorn enthält ca. 50 mal mehr Vitamin C als Orangensaft.
    Wildfrüchte stärken unser ImmunSystem und helfen Abwehrkräfte zu bilden in unserem Körper.
    Bei einem Spaziergang im Herbst Tütchen oder Schälchen nicht vergessen und die Früchte der alten " heimischen Wegbegleiter " sammeln, Einmachen oder Entsaften.
    Sie verdienen mehr Aufmerksamkeit, und sind ein Geschmackerlebnis.

    In Holunderbeeren sind enthalten: - Vitamine A, B, C, Mineralstoffe, Bitterstoffe
    Pentosan, Cholin
    Bei Erkältungskrankheiten oder zur Vorbeugung, Holundersaft nicht zu heiß erwärmen mit etwas Zitronensaft und Honig Schluckweise trinken.

    In Sanddorn sind enthalten: - Vitamine A, E, B, und sehr hoher Vitamin C-Gehalt
    Vorbeugend oder bei Erkältungskrankheiten Sanddornsaft mit Früchtetee oder nicht zu heißen Wasser 1:1 mischen und Schluckweise trinken.

    In Hagebutte sind enthalten: - Vitamin B, sehr hoher Anteil an Vitamin C, Kalium
    Kalzium, Natrium
    Hagebuttensaft/mark wird unterstützend bei Frühjahrskuren angewendet. Hagebutte wirkt leicht abführend und soll das Blutbild verbessern.

    In Schlehen sind enthalten: - Vitamin C, Bitterstoffe, Gerbsäure,
    organische Säure
    Bei Appetitlosigkeit ein kleines Glas Schlehensaft pur getrunken regt den Appetit wieder an.
    Im Winter wenn man verschnupft und verschleimt ist ein kleines Glas lauwarmen Schlehensaft 3-4 mal am Tag getrunken, oder im Tee 1:1 gemischt.
    Bei Erschöpfung soll Schlehensaft aufbauend wirken.