An unseren Waldrändern, Äckern findet man viele Wildgehölze.
Der Mensch pflegt seit hunderten von Jahren eine enge Beziehung zu den Wildgehölzen wie:
- Hagebutte
- Schlehe
- Sanddorn
- Holunder
Der Holunderstrauch wurde früher als Apotheke bezeichnet. Arme Menschen konnten sich keinen Arzt leisten.So wurden die Blüten, Blätter, Beeren und die Rinde verwendet.
Hagebutten und Schlehen wurden als Ackergrenze genommen. Die Früchte dieser Sträucher wurden zu Saft oder Mus verarbeitet oder auch getrocknet und für Tees verwendet.
Die heutigen Kulturobstsorten wie Pflaumen oder Kirschen stammen u.a. von der Schlehe ab.
Der gesundheitliche Wert unserer Wildfrüchte gewinnt wieder immer mehr an Bedeutung.
Vitamine, Mineralstoffe und Vitalstoffe sind in Wildfrüchten um ein vielfaches höher als in Kulturobstsorten. Ein Saft aus Hagebutte oder Sanddorn enthält ca. 50 mal mehr Vitamin C als Orangensaft.
Wildfrüchte stärken unser ImmunSystem und helfen Abwehrkräfte zu bilden in unserem Körper.
Bei einem Spaziergang im Herbst Tütchen oder Schälchen nicht vergessen und die Früchte der alten " heimischen Wegbegleiter " sammeln, Einmachen oder Entsaften.
Sie verdienen mehr Aufmerksamkeit, und sind ein Geschmackerlebnis.
In Holunderbeeren sind enthalten: - Vitamine A, B, C, Mineralstoffe, Bitterstoffe
Pentosan, Cholin
Bei Erkältungskrankheiten oder zur Vorbeugung, Holundersaft nicht zu heiß erwärmen mit etwas Zitronensaft und Honig Schluckweise trinken.
In Sanddorn sind enthalten: - Vitamine A, E, B, und sehr hoher Vitamin C-Gehalt
Vorbeugend oder bei Erkältungskrankheiten Sanddornsaft mit Früchtetee oder nicht zu heißen Wasser 1:1 mischen und Schluckweise trinken.
In Hagebutte sind enthalten: - Vitamin B, sehr hoher Anteil an Vitamin C, Kalium
Kalzium, Natrium
Hagebuttensaft/mark wird unterstützend bei Frühjahrskuren angewendet. Hagebutte wirkt leicht abführend und soll das Blutbild verbessern.
In Schlehen sind enthalten: - Vitamin C, Bitterstoffe, Gerbsäure,
organische Säure
Bei Appetitlosigkeit ein kleines Glas Schlehensaft pur getrunken regt den Appetit wieder an.
Im Winter wenn man verschnupft und verschleimt ist ein kleines Glas lauwarmen Schlehensaft 3-4 mal am Tag getrunken, oder im Tee 1:1 gemischt.
Bei Erschöpfung soll Schlehensaft aufbauend wirken.